Gesundheitsrisiko: Bewegungsmangel in Zeiten von Corona

Updated: Jan 13

Sind Sie sich aktiv bewusst, wie viel Sie sich am Tag bewegen? Denken Sie z.B. an den gestrigen Tag, wie viel Zeit haben Sie mit körperlicher Aktivität verbracht? Die Empfehlung für moderate körperliche Aktivität liegt bei Erwachsenen bei ca. 150 Minuten wöchentlich. Achten Sie doch mal die nächsten Tage darauf, wo Ihre körperliche Aktivität liegt und steigern Sie diese gegebenenfalls. Weltweit bewegen sich die Menschen heutzutage, laut der WHO (Weltgesundheitsorganisation), weniger als früher. In Europa betrifft dies rund ein Drittel der Erwachsenen und sogar zwei Drittel aller Jugendlichen. Hierbei lassen sich rund eine Millionen Todesfälle europaweit darauf zurückführen. Weltweit ist körperliche Inaktivität für schätzungsweise neun Prozent der vorzeitigen Todesfälle verantwortlich. Doch wenn Sie sich die Natur des Menschen einmal genauer anschauen ist dies doch eigentlich paradox, oder? Bewegung gehört von Grund auf zur Natur des Menschen.


Die Ursachen des Bewegungsmangels sind überwiegend umwelt- und systembedingt. In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger, ein ausreichendes Maß an Bewegung aufrechtzuerhalten, da das alltägliche Lebens- und Arbeitsumfeld des Menschen dies schwer zulässt. Wenn Sie einen üblichen Tag rekapitulieren, fahren Sie mit dem Auto zur Arbeit, sitzen anschließend mehrere Stunden am Schreibtisch und lassen sich abends, nach einem anstrengenden Tag, auf die Couch vor den Fernseher fallen.


Die Menschen sind sich zwar bewusst, dass sie sich zu wenig bewegen, jedoch sind sich die meisten nicht im Klaren, wie sehr sich der Körper auf diesen Mangel an Bewegung einstellt, denn der Körper ist gnadenlos konsequent: Was nicht gebraucht wird, wird abgebaut! Dadurch können jedoch zahlreichende Gesundheitsstörungen ausgelöst werden, wie beispielsweise Arthrose. Die Gelenke und Muskeln können nur mit Nährstoffen versorgt werden, wenn sich das Gelenk bzw. der Muskel bewegt. Bei unzureichender Bewegung kommt es zum Muskelabbau und auch Knochen- sowie Gelenkserkrankungen können die Folge sein. Es gibt aber noch weitaus erschreckendere Langzeiteffekte, die mit den Folgen des Rauchens vergleichbar sind, wie z.B. chronische Herzkreislauferkrankungen oder auch Diabetes mellitus Typ 2, verschiedene Krebserkrankungen sowie ein erhöhtes Schlaganfallrisiko.


Nicht nur der Körper, sondern auch Geist und Seele werden erstaunlich von Bewegungsmangel beeinflusst. Studien haben aufgezeigt, dass durch Bewegung die geistige Leistungsfähigkeit gesteigert wird und sogar das Risiko für Depressionen sinkt. Außerdem werden die Hormone Cortisol sowie Adrenalin abgebaut, die durch stets vermehrten und dauerhaften Stress im Alltag ausgeschüttet werden. Somit hilft Bewegung dem Körper die nötige Entspannung zu verschaffen, die er braucht. Kommen Sie also in Bewegung!

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